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29.07. Hochleistungssport bis ins hohe Alter

750 Teilnehmer zeigen bei der Senioren-DM in Bad Neuenahr gutes Tennis

 

Tom Neumann Rheinzeitung

 

M Bad Neuenahr. Klaus Haas muss getröstet werden, schüttelt den Kopf, kann es nicht fassen. Um manche Dinge zu erleben, muss man 77 Jahre alt werden. 6:0 im ersten Satz. Eine 5:0-Führung im Tiebreak des zweiten. Und doch verliert der Seriensieger sein „Heimspiel“ bei den nationalen deutschen Tennis-Meisterschaften der Senioren in Bad Neuenahr. Es ist das größte Turnier seiner Art weltweit, und Haas ist weltweit einer der besten Spieler in seiner Altersklasse. An diesem Tag aber ist ein anderer besser.

„Man darf sich unter diesem Turnier nicht vorstellen, dass hier alte Herrschaften Tennis spielen“, sagt Annette Britsch, Zweite Vorsitzende des ausrichtenden HTC Bad Neuenahr. „Das sind auch jenseits der 40 Jahre noch Hochleistungssportler.“ Seit dem Jahr 1953 gibt es diese Meisterschaften, die in diesem Jahr bereits zum 62. Mal ausgetragen werden. Mehr als 750 Teilnehmer messen sich noch bis Sonntag in unterschiedlichen Altersklassen. Senior ist man ab 40, aber auch noch jenseits der 85 – der „ältesten“ Klasse, in der in Bad Neuenahr gespielt wird.

Mit mehr als 1000 Spielen an 14 Tagen sind die Titelkämpfe in Bad Neuenahr die größten ihrer Art im weltweiten Tenniszirkus. Auf der wunderschön gelegenen Anlage mit 14 Plätzen genießen die Teilnehmer das besondere Flair in der Kurstadt und den sportlichen Wettstreit mit den besten Spielern der Republik. Wer einmal hier war, der kommt immer wieder, heißt es. So wie Marlies Jennis, die in diesem Jahr mit 90 Jahren bereits zum 47. Mal an den Start gegangen ist.

„Da war irgendwie eine Bremse drin“, sagt der Wahl-Bad-Neuenahrer Haas zu seinem verlorenen Finale in der Altersklasse Männer 75 gegen Horst Hätti. 1987 gewann er zum ersten Mal hier, irgendwann hat er aber aufgehört, seine Titel zu zählen. In Bad Neuenahr wird er von der International Tennis Federation ausgezeichnet – zum weltweit besten Spieler seiner Altersklasse. „Ich habe als Kind angefangen, betreibe Tennis also nicht auf dem zweiten Bildungsweg“, sagt Haas. „Ich esse und trinke gern. Tennis hält mich fit und schlank. Hätte ich Fußball gespielt, dann hätte ich jetzt wohl die Knochen kaputt.“ So aber wird er im nächsten Jahr wieder angreifen, und vielleicht dann ja mal nachzählen, wie oft er schon den DM-Titel gewonnen hat.

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Mittwoch, 29. Juli 2015, Seite 22

28.07. AK 75: Heißer Final-Kampf bei Wind und Regen

Deutscher Meister der Altersklasse 75 wurde Horst Hätti (TC BG Rastatt), der Lokalmatador Klaus Haas nach einem tollen Finale mit 0:6, 7:6 und 6:4 bezwang.Foto: Vollrath

Tennis Lokalmatador Haas hat nach tollem Spiel das Nachsehen – AK 50, 45 und 40 legen los

M Bad Neuenahr. Wer sich unter einem Tennis-Endspiel der Männerklasse 75 ein nettes Ballgeschiebe zweier noch engagierter, aber eben nicht mehr ganz so leichtfüßiger älterer Herren vorstellt, hätte am Montag einfach mal auf der Anlage des HTC Bad Neuenahr vorbeischauen sollen. Dort wäre er dann bei den 62. Deutschen Tennismeisterschaften der Senioren eines Besseren belehrt worden. Was Horst Hätti (TC BG Rastatt) und Lokalmatador Klaus Haas, für den TC RW Karlsdorf spielendes Mitglied des HTC Bad Neuenahr, da gezeigt haben, war alles andere als nur ein nettes Spielchen, dem man gönnerhaft Applaus spendet.

2:40 Stunden beharkten sich beide auf hohem Niveau, ehe Hätti am Ende seinen 0:6, 7:6 (7:5) und 6:4-Erfolg bejubeln durfte. Er hatte damit nicht nur den Vorjahres- und überhaupt Seriensieger bezwungen, sondern auch den Spieler des Jahres 2014 der AK 75. Die offizielle Urkunde für diesen Titel, vergeben von der International Tennis Federation (ITF) für den besten Spieler des Jahres seiner Altersklasse, erhielt Haas bei der Siegerehrung.

Wie viele Titel der 77-Jährige schon gewonnen hat, vermochte er selbst nicht zu sagen, da hält er es wie Seriensiegerin und Vereinskollegin Ingrid Hübner (die RZ berichtete). Zumindest weiß er: „Den ersten Seniorentitel habe ich hier 1987 gewonnen.“ Es hätte nicht viel gefehlt, und er hätte seiner Titelsammlung noch einen weiteren hinzugefügt. Aber eben nur fast.

Mit 5:0 hatte er nach gewonnenem ersten Satz schon im Tiebreak geführt, ganze zwei Punkte fehlten nur noch – und doch ging der Tiebreak verloren. „Da hätte ich den Sack zumachen müssen. Auf einmal lief es nicht mehr, ich kann es auch nicht erklären“, berichtete Haas.

Hätti hatte sich nach 0:6 im ersten Satz in die Partie gebissen, die am Ende alles zu bieten hatte: lange Ballwechsel, schöne Stopps, ebenso schöne Volleys, knappe Entscheidungen und eine Regenpause. Überhaupt waren die äußeren Bedingungen nicht leicht. „Bei diesem Wind war das sehr schwierig“, meinte Hätti: „Aber ab dem 3:1 im dritten Satz habe ich dran geglaubt.“ Sprach's und wendete sich dem Verlierer zu, der gerade vorbeiging: „Komm Klaus, trink einen mit, ich lade dich ein.“

Die einen haben ihr Tennistagewerk verrichtet, die anderen fangen gerade erst an. Am heutigen Dienstag greifen die Altersklassen 45 und 50 ins Geschehen ein. Bei den Männern haben vom HTC Bad Neuenahr in beiden Altersklassen je drei Aktive gemeldet, wobei für alle das Erreichen der zweiten Runde erst einmal das Nahziel ist.

Bei den Männern 50 haben kurz vor Turnierbeginn mit Damir Biljevic (TC Bad Vilbel) und Stefan Eggmayer zwei aussichtsreiche Kandidaten für den Titel verletzungsbedingt absagen müssen. Haushoher Favorit ist somit Titelverteidiger Martin Ridler (TC VW Bad Ems). Für den HTC dabei sind Michael Ahrens, Ralf Mergenthal und Matthias Rütten. Bei den Frauen 50 würde Susanne Veismann (ETUF Tennisriege) ihren Titel nur zu gern erfolgreich verteidigen. Konkurrenz dürfte sie besonders von Christina Wolf (TSV Mainz) und Olga Shaposhnikova (LTC Elmshorn) erhalten, die erstmals in dieser Altersklasse dabei sind.

Bei den Männern 45 hat Vorjahressieger Jens-Chrstopher Blömeke (TC SCC Berlin) die Favoritenrolle inne. Gespannt sein darf man darauf, welche Rolle Roman Groteloh (Harburger Turnerbund) spielen wird, der erstmals in Bad Neuenahr aufschlägt. Die Farben des HTC vertreten Roland Heuser, Bernd Holstein sowie Stefan Unland. Bei den Frauen 45 sind diesmal die Nummern eins bis acht gemeldet. Zu den Favoritinnen gehören neben Titelverteidigerin Barbara Seeger (TC RW Gießen) noch die Nummer eins Gabi Kirchner (TC Rot-Blau Regensburg) sowie Nicole Liedtke (TC Ludwigshafen), die vor zwei Jahren bei den Frauen 40 gewonnen hat.

Die Königsklassen legen am Mittwoch los. Das Feld der Männer 40 scheint noch einmal stärker besetzt als im Vorjahr. Titelverteidiger Mark Joachim (Netzballverein Velbert) bekommt es unter anderem zu tun mit Frederik Neyheusel, der gerade in Baden-Baden inoffizieller Europameister geworden ist, sowie Jörg Ahrens (SuS Wesel Nord) und Henrik Müller-Frerich (Dortmunder TK), die erstmals bei der DM in Bad Neuenahr spielen.

Für Roman Garzorz und Ralf Klotzbach vom HTC geht es erst einmal darum, die zweite Runde zu erreichen. „Das wird schwer genug“, sagt Klotzbach angesichts der Auslosung. Er selbst spielt gegen Henrik Frese (TC Schöneck), Garzorz muss gegen Alexander Beyer (Blankenbach) ran, der vor zwei Jahren im Finale stand.

Heiße Titelkandidatin bei den Frauen 40 ist Vorjahressiegerin Susi Fortun, besser bekannt unter ihrem alten Namen Lohrmann, unter dem dem sie auch EM-Siegerin geworden ist. Marcus Pauly

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Dienstag, 28. Juli 2015, Seite 13

24.07. „Tennis Classic“ der Players Night

Annette Bartsch (rechts) ehrt verdiente Senioren. Fix

Bad Neuenahr. Sie haben Alle sichtlich Spaß am Spiel und richtig viel sportlichen Ehrgeiz, die gut rund 760 Senioren, die derzeit in Bad Neuenahr bei „Tennis Classic“ die Schuhe schnüren und auf dem Court zum langen Schlag ausholen. Die Leistung aller Akteure auf der 14-Platz-Anlage des HTC Bad Neuenahr verdient Hochachtung. Die 62. Deutschen Tennismeisterschaften im Lennépark machen Laune. Das passende, stilvolle Ambiente bot am Freitagabend das Ringhotel Giffels. Mehr als 250 überaus sportliche Gäste amüsierten sich bei erfrischenden Getränken, Live-Musik und schmackhaften Köstlichkeiten. Wer hier mit Langeweile gerechnet hat, wurde mehr als positiv überrascht. Geschmackvoll, abwechslungsreich und unterhaltsam ging es zu. Zum grandiosen Buffet mit „Melonenschiffchen“, dem „Duett vom Matjes und Hering“, gemischter Bratenvielfalt, feinsten Blatt- und Gemüsesalaten oder „Weißes Welsfilet im Eischleier“ flossen Sekt und Weine von der Ahr, frisches Kölsch vom Fass und Weizen, in wohldosierten Strömen. Danach standen kein Aufschlag und kein Return für die Tenniselite im Ablaufplan. Dafür gab es angenehmen Small Talk in gemütlicher Runde, der wie von selbst funktionierte. Das Tanzvergnügen auf der Fläche im stilvollen Tanzkessel gehörte wenig später zur Kür.

Ehrungen

Griffbereit für die 2. HTC-Vorsitzende, Annette Bartsch, lagen wie erwartet die Blumen und Urkunden auf einem Tisch, bevor die Ehrungen der langjährigen Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften im gemeinsamen Takt mit Jürgen Vollstädt, Seniorenreferent des Deutschen Tennis Bundes, folgten. „Ich freue mich, dass wir wieder Spieler und Spielerinnen ehren können, die uns bereits Jahrzehnte lang die Treue gehalten haben, die als Gäste immer wieder zu den Deutschen Meisterschaften nach Bad Neuenahr kommen“, ließ Annette Bartsch wissen. Besonders geehrt wurde die 90-jährige Marlies Jennis. Die Düsseldorferin ist bereits seit 47 Jahren im Tableau der Meisterschaften gelistet. Ingrid Hübner vom ausrichtenden HTC Bad Neuenahr ist schon zum 40. Mal mit von der Partie. Geehrt wurden daneben auch Hannelore Pagels (35 Jahre, Recklinghäuser TG) und Bärbel Allendorf (35 Jahre, BW Heppenheim), Christel Knapp (32 Jahre, BW Heppenheim), Leo Sucker (BW Köln), Renate Schröder (MTSV Olympia Neumünster) und Dieter Hamm, Irmgard Gerlatzka, (TC Schiefbahn) Heinz Ganz (TC Castrop-Rauxel) und Renate Castellucci (TV Wülfrath) (alle 31 Jahre). Helga Spitzkowski, Heinrich Müller (TTC Bad Wörrishofen) , Klaus Haas (TC RW Karlsdorf) und Konrad Bodenstaff ( HTC BW Krefeld) sind schon seit 30 Jahren dabei. Günter Winn (TC Johannisburg) und Brigitte Hoffmann(Humbold TC) feiern nach 25 Jahren Turnier ihr Silberjubiläum in Bad Neuenahr.

Pressemitteilung des HTC

großzügige T-Shirt-Spende für unsere Ballkinder der DSM

Im Rahmen der diesjährigen DSM wurden unsere Ballkinder großzügig mit einer Spende bedacht.

Herr Werner Bone vom TC Blau Weiß Rees hattte einen großen Koffer mit T-Shirts im Gepäck. In seinem Heimatverein findet regelmäßig der Andi Dohm-Cup statt, ein Turnier zu Ehren von Andi Dohm, einem Tennisspieler und -trainer, der im Alter von nur 34 Jahren vor 7 Jahren völlig unerwartet verstorben ist. Sein Vater Dietmar Dohm freut sich nun, dass die beim dortigen Turnier nicht an die Teilnehmer ausgegebenen T-Shirts nun beim HTC Bad Neuenahr eine neue Heimat bei unseren Ballkindern finden.

Der HTC bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Dohm und Herrn Bone.

25.07. Bei der Feuertaufe ging's gleich gegen Uwe Seeler

Einst spielte Bernd Helmschrot als Torwart unter anderem für Hannover 96, Kickers Offenbach, 1860 München und Fortuna Köln mit den und gegen die Großen der Fußballzunft, heute hat er sich dem Tennis verschrieben. Bei der Senioren-DM in Bad Neuenahr schied er diesmal mit Problemen im Ellenbogen aber frühzeitig aus.Foto: Vollrath

Tennis Bernd Helmschrot hat als Fußball-Bundesligatorwart viel erlebt –

Bei Senioren-DM bremst ihn ein Golfarm – Unvergessenes Pokalfinale in Köln

M Bad Neuenahr. Ein ehemaliger Fußballtorwart handelt sich beim Heckeschneiden einen Golfarm ein, der ihn dann beim Tennis ausbremst – auch kein alltägliches Schicksal. Aber Bernd Helmschrot ist auch kein alltäglicher Zeitgenosse. Oder besser: Er blickt auf keine alltägliche sportliche Laufbahn zurück. Über 400 Spiele hat der 68-Jährige schließlich einst als Fußballtorwart in der 1. (107) und 2. (277) Bundesliga sowie der Regionalliga bestritten. Mittlerweile hat er sich dem Tennis verschrieben.

Stammkunde in Bad Neuenahr

Bei den Deutschen Tennismeisterschaften der Senioren in Bad Neuenahr zählt er zur Stammkundschaft. In diesem Jahr jedoch mit nur überschaubarem Erfolg. Gleich sein Erstrundenspiel bei den Männern 65 gegen Klaus Frenzel (TSV Pentenried) ging mit 6:3, 2:6 und 1:6 verloren. Dabei lag er in Satz zwei schon mit Break und 2:1 vorn.

„Aber dann wusste ich nicht mehr so recht, wie ich schlagen soll. Der Arm tat zu weh“, bedauert er. Genauer gesagt: der Ellenbogen. „Ein Golfarm“, erklärt der Wahl-Wilhelmshavener: „Das kommt vom Heckescheiden.“ Ein gelernter Torwart kann zwar vieles abwehren, aber nicht alle Zipperlein.

Und so half dann im Erstrundenspiel auch alle noch aus einstigen Torwarttagen ins fortgeschrittene Alter hinübergerettete Geschmeidigkeit nichts mehr. „Wenn man nicht 100-prozentig fit ist, kann es nicht klappen“, lautet für ihn eine Erkenntnis aus seiner Zeit als Leistungssportler. „Mann muss mit Siegen wie mit Niederlagen leben“, eine andere.

Und Niederlagen sind nun einmal nicht ausgeblieben. Besonders eine bleibt in Erinnerung: die im DFB-Pokalendspiel 1983 in Köln, im legendären Stadtderby zwischen dem 1. FC Köln (mit Trainer Rinus Michels) und Fortuna Köln, damals Zweitligist und unter anderem mit Dieter Schatzschneider, Florian Hinterberger, Hermann-Josef Werres, Hannes Linßen – und eben Bernd Helmschrot im Tor. Er musste nur ein Mal hinter sich greifen. Aber ein Mal zu viel.

Natürlich hat Helmschrot alles noch vor Augen: „Das war am 11. Juni 1983. Es kam eine abgefälschte Flanke von Klaus Allofs, ich hatte den Ball schon, aber dann hat mich mein Mannschaftskollege Dieter Finkler behindert, ich konnte den Ball nicht festhalten, und der Pierre Littbarski hat ihn mir dann durch die Beine geschossen.“

Der Rest ist Geschichte. Der 1. FC gewann 1:0, hatte den Pokal und Fortuna das Nachsehen. Eine Niederlage, die Helmschrot bis heute verfolgt? „Nein“, wehrt er ab und lächelt: „Das ist lange vorbei. Ab und zu werde ich damit noch hochgenommen, aber das ist nicht schlimm.“

Der Pokalgewinn wäre natürlich der Höhepunkt seiner Laufbahn gewesen, die aber auch so voll praller Erinnerungen steckt. Einen Titel kann ihm keiner mehr nehmen, wenn auch ein inoffizieller: „Ich war damals mit 20 Jahren der jüngste Bundesligatorwart“, betont er. Und natürlich hat er auch seinen ersten Einsatz in der Bundesliga nicht vergessen: am 17. Februar 1968 für Hannover 96, seinen Verein aus Jugendzeiten, gegen den Hamburger SV. Endstand – 2:2. Für ihn ein Höhepunkt: „Da ist gleich ein Traum in Erfüllung gegangen, einmal gegen Uwe Seeler zu spielen. Das erste Tor hat mir dann der Charly Dörfel reingehauen.“

Zimmergenosse von Jupp Heynckes

Überhaupt purzeln reihenweise wohl vertaute Namen aus altbekannten Zeiten wie Kegel beim Weihnachtskegeln, wenn Helmschrot loslegt und von seinen weiteren Stationen erzählt. Kleiner Auszug: „In Hannover war ich Zimmergenosse von Jupp Heynckes, ein ganz feiner Mensch. Hans Tilkowski hat mich dann 1971 zum TSV 1860 München geholt.“

Dort spielte er zwei Jahre, um 1973 zu Kickers Offenbach zu wechseln: „Der Gyula Lorant wollte mich haben.“ Mitspieler dort unter anderem: Erwin Kostedde und Siegfried Held. Nach einem einjährigen Gastspiel beim TSR Olympia Wilhelmshaven kehrte Helmschrot 1975 für vier weitere Jahre nach Offenbach zurück. Diesmal war er dem Ruf von Otto Rehhagel gefolgt. Udo Lattek hatte er übrigens auch einmal als Trainer, aber schon 1968 bei zwei Einsätzen für die deutsche Amateurnationalmannschaft. Später wurde er dann Lizenzspieler. Aber damals floss das Geld natürlich noch bei Weitem nicht so munter wie heute.

„Vor dem Bosman-Urteil (nach dem Spieler ablösefrei zu einem anderen Verein wechseln können; Anmerkung der Redaktion) waren die Spieler doch fast Leibeigene der Vereine“, meint Helmroth. Ein geplanter Wechsel zum 1. FC Köln kam so für ihn nicht zustande. „Wir waren uns schon einig. Aber Offenbach wollte das nicht zu diesen Konditionen“, so der Torwart. Weshalb er dann aus Protest für weniger Geld zum klassentieferen TSR Olympia Wilhelmshaven gewechselt ist.

Liebe in Wilhelmshaven gefunden

Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte, traf er dort doch seine Frau, mit der er noch heute verheiratet ist – und die ihn auch stets nach Bad Neuenahr begleitet.

So wie sie ihm auf den weiteren Stationen seiner Profilaufbahn noch nach Offenbach, zu Viktoria Köln und zu Fortuna Köln gefolgt ist, ehe es 1984 zurück nach Wilhelmshaven ging. Dort beendete er 1987 seine Laufbahn, um fortan als Werbeleiter zu arbeiten und sich dem Tennis zuzuwenden. „Ich habe erst mit 40 Jahren richtig angefangen“, sagt er.

Aber da Fußballer zumeist auch gute Tennisspieler sind (und umgekehrt), konnte er auch da so manchen Erfolg feiern. Im vergangenen Jahr etwa wurde er Niedersachsenmeister. Der Ehrgeiz lässt einen ehemaligen Leistungssportler eben nicht so schnell los.

Und darum wird Helmschrot im nächsten Jahr zum achten Mal an der DM in Bad Neuenahr teilnehmen – und dann vielleicht vorher darauf verzichten, seine Hecke zu schneiden. Marcus Pauly

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Samstag, 25. Juli 2015, Seite 27

24.07. Heißes Wetter kann Senioren nicht bremsen

Der Wahl-Bad-Neuenahrer Klaus Haas zog souverän ins Halbfinale der Männer 75 ein.Foto: Vollrath

Tennis Lokalmatadore geben sich keine Blöße

M Bad Neuenahr. Rund 270 Matches sind bei den 62. Deutschen Meisterschaften der Tennissenioren in Bad Neuenahr bereits gespielt. Hunderte Zuschauer bekamen bei hochsommerlichen Temperaturen von den routinierten älteren Semestern interessante Tennis-Kost serviert. „Wie wir das seit Jahren schon kennen, finden die Spiele überwiegend auf ausgesprochen gutem Niveau statt. Die Matches gehen oftmals sehr ausgeglichen über die Bühne. Auch konditionell sind die älteren Teilnehmer bestens zu Fuß, auch bei diesen schwülwarmen Temperaturen“, berichtet Turnierleiter Fritz Rogge: „Es ist schon toll, wie hier um jeden Ball gekämpft wird.“

Lediglich zwei Spiele hatte der Wahl-Bad-Neuenahrer Klaus Haas (TC Karlsdorf) bislang auf dem Weg ins Halbfinale der Männer 75 abgeben. Haas kam gleich zum Start in die Runde gegen Helmut Biere (Berliner Bären) bestens in den Schlag und besiegte den Berliner im Sauseschritt (6:1, 6:0).

Auch der Pulheimer Hans Müller, erlebte einen toll aufspielenden Haas, der Müller in zwei Sätzen (6:0, 6:0) zum Einzug ins Viertelfinale nicht den Hauch einer Chance ließ. Keine Zweifel, wer den Platz als Sieger verlassen und damit ins Semifinale einziehen würde, ließ Haas gegen den im Tableau immerhin an Nummer sieben gesetzten Rudolf Perplies (TV Espelkamp) beim Schnelldurchgang (6:0, 6:1) aufkommen.

 

Olympiasieger ausgeschieden

Aus dem Rennen ist dagegen schon Carsten Keller (RW Berling), Hockey-Olympiasieger von 1972. Der an Nummer acht gesetzte Keller musste sich nach seinem Auftaktsieg (6:3, 6:4) gegen Werner Knobloch aus Bremerhaven nach heißem Kampf und nach gewonnenem ersten Satz schließlich dann doch klar beugen (7:6, 2:6, 2:6).

Gemeinsam mit ihrem Doppelpartner Fritz-Jürgen Rüger (Hildesheimer TC) setzte die Lokalmatadorin Ingrid Hübner (HTC Bad Neuenahr) gleich zum Matchauftakt im Gemischten Doppel 80/85 ein dickes Ausrufezeichen. Das bestens harmonierende Duo wurde gegen Jutta Apel (TC Magdeburg) und Wolfgang Wilhelmi (TC Langenfeld) auf dem Weg zur Titelverteidigung seiner Favoritenrolle gerecht und siegte klar in zwei Sätzen (6:0, 6:2).

Bei den Frauen 85 startete auch die älteste Teilnehmerin, Marlies Jennis (RW Düsseldorf), souverän durch. Im Match gegen Jutta Apel (TC Magdeburg) präsentierte sich die Düsseldorferin gut auf den Beinen und schwenkte gleich in zwei Sätzen (6:3, 6:1) wieder auf Kurs Richtung Titelverteidigung ein.

 

Ambitionen angemeldet

Seine Ambitionen auf den erneuten Titelgewinn bei den Männern 80 meldete auch Herbert Althaus (Hamburger TuHC) eindrucksvoll an. Nachdem er in der ersten Runde Hermann Bienemann (HTC Kupferdreh) klar in zweit Sätzen (6:1, 6:0) aus dem Rennen gekegelt hat, überzeugte der Hamburger auch im Achtelfinale gegen Theo Tappe (TC Voerde) und siegte verdient (6:4, 6:0). hb

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Freitag, 24. Juli 2015, Seite 13

21.07. Deutsche Tennismeisterschaften der Senioren sind eröffnet

M Bad Neuenahr. Es ist angerichtet in Bad Neuenahr für Deutschlands Tennissenioren. Mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier gab der HTC Bad Neuenahr die Plätze frei für die 62. Nationalen Deutschen Tennismeisterschaften (DSM). Zuschauer und Spieler erlebten am Dienstagnachmittag zum Auftakt neben dem Centrecourt im Lennépark zu den Klängen der Nationalhymne beste Gänsehautatmosphäre. Derweil ließen viele Ballkinder auf Kommando grün-weiße Luftballons in den Sommerhimmel steigen. „Wir sind besonders stolz darauf, dass wir dieses Turnier zum 62. Mal ausrichten können. Wir begrüßen in Bad Neuenahr mehr als 760 Teilnehmer, die in 44 Konkurrenzen und mehr als 1000 Spielen bis zum 2. August die jeweiligen deutschen Meister ermitteln werden.Foto: Vollrath

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Mittwoch, 22. Juli 2015, Seite 16 (0 Views)

Der Klubchef hält den Ball gar nicht flach

Die Rahmenbedingungen stimmen: Das Organisationsteam der Deutschen Tennismeisterschaften der Senioren um Spielleiter Fritz Rogge (sitzend vor dem Computer) und Karl-Horst Gödtel, Vorsitzender des Ausrichters HTC Bad Neuenahr (links dahinter), läuteten mit der Auslosung die heiße Phase des Traditionsturniers ein. Foto: Vollrath

Tennis HTC Bad Neuenahr freut sich auf die Deutschen Meisterschaften der Senioren – Auftakt am 21. Juli

Bad Neuenahr. Die Deutschen Tennismeisterschaften der Seniorinnen und Senioren haben eine lange Tradition. Zum 62. Mal lädt der HTC Bad Neuenahr auf seiner 14-Platz-Anlage im Lennépark zu den Tennis Classics ein. Mehr als 750 Aktive sind in den Tableaus für die 13 Turniertage vom 21. Juli bis zum 2. August in der Kurstadt gelistet. Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt fand im Seta-Hotel in Bad Neuenahr die Auslosung für die 45 Konkurrenzen statt, die in den Altersklassen von den Frauen und Männern 40 bis zu den Frauen 80+ und den Männern 85+ in Einzel, Doppel und Mixed gespielt werden, statt.

Der HTC-Vorsitzende Karl-Horst Gödtel hofft derzeit nicht nur auf gutes Wetter an allen Turniertagen, er verspricht auch besten Sport: „13 Tage lang werden die Zuschauer auf der bestens präparierten Tennisanlage des HTC Bad Neuenahr spannende Turnierspiele auf hohem Niveau erleben können.“ Zumal sich sehr viel Klasse ein Stelldichein an der Ahr geben wird. „Viele Teilnehmer führen auch die TennisEurope-Seniorenranglisten an“, hält der Klubchef den Turnierball gar nicht flach.

Die 2. Vorsitzende des HTC Bad Neuenahr, Annette Bartsch, Spielleiter Fritz Rogge, Oberschiedsrichter Rainer Balfanz, Karin Spanke, Referentin Senioren- und Jungseniorentennis des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz, Jürgen Müller, Seniorenreferent im Tennis-Verband Niederrhein, Spielersprecherin Sabine Schmitz, Horst-Dieter van de Loo vom Turnierausschuss, die HTC-Geschäftsstellenleiterin Andrea Hübner und einige aktive Turnierteilnehmer legten jetzt die Setzlisten in den einzelnen Altersklassen fest und ließen den Computer die Erstrundenpartien und das weitere Tableau auslosen. In der ersten Woche ab Dienstag, 21. Juli, stehen die Begegnungen der älteren Semester unter den Senioren auf dem Programm: die Herren 85 und Damen 85 bis hinunter zu den Altersklassen 60. Die jüngeren Jahrgänge (40, 45, 50 und 55) werden ab Montag, 27. Juli, ins sportliche Geschehen einsteigen. Die Endspiele der Frauen und Männer 40 gehen am Wochenende 1. und 2. August über die Bühne. Attraktives Tennis über 13 Tage bekommen die Zuschauer zum Nulltarif beim HTC Bad Neuenahr geboten: Der Eintritt ist an allen Turniertagen frei.

RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Samstag, 11. Juli 2015, Seite 27